Was bedeutet für mich das Thema „Longevity“?
Longevity ist seit geraumer Zeit sehr intensiv im Gespräch. Doch was ist das genau? Warum geht es bei den vielen vermeintlichen guten Ratschlägen? Ist das nur wieder so ein aktueller Trend oder steckt doch mehr dahinter?
Eines möchte ich aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung vorweg nehmen, es ist kein Trend!
In den letzen Jahren habe ich in meiner Personal Trainings Lounge in Hamburg mit vielen Menschen trainiert. Mein Schwerpunkt lag in dieser Zeit schon immer auf einer ganzheitlichen Betreuung. Der Auslöser warum viele Klienten in meiner Lounge kamen, waren sehr oft verschiedenste Schmerzthemen. Neben einigen Leistungssportlern waren es im Schwerpunkt eher Menschen wie Du und ich mit SRHK – Schulter, Rücken, Hüfte und Knie kurz formuliert. Aber es waren auch einige Klienten, die etwas „für Ihre Gesundheit“ tun wollten, also quasi präventiv zum Sport gehen, damit sie fit und beweglich durchs Leben gehen können. Und egal wo ich denjenigen abholen durfte und wie die Lebenssituation war, haben wir viele Themen weit über das Training hinaus bearbeitet. Die Schmerzen konnten wir teilweise in Tagen oder Wochen reduzieren oder beheben. Aber fast keiner ist dann mit dem Ergebnis zufrieden weitergezogen. Viele haben weiterhin ihre Termine wahrgenommen und haben ihre Arbeit mit mir fortgesetzt. Meine längste Verbindung geht über bereits 9 Jahre und ganz beeindruckend fand ich einen älteren Herrn. Er ist mittlerweile 89 Jahre alt und geht jede Woche ins Personal Training, zur Massage, nimmt alle Vorsorgetermine wahr und hat ein ausgesprochen tolles soziales Umfeld von jungen Menschen (in dem Fall Ende 40) bis zu Gleichaltrigen, mit regelmäßigen Treffen und Unternehmungen.
Richten wir nun den Blick wieder auf die Ausgangssituation , denn bin ich der Meinung:
Es geht nicht nur um mehr Lebensjahre, nicht nur um einzelne Hacks, nicht um Verzicht oder extreme Regeln. Es geht vor allem um die Qualität dieser Jahre im letzten Lebensdrittel. Und dafür können wir einiges tun.